Aufkleber sind super zum Überkleben von Naziaufklebern, zum Verteilen an Freunde und vor allem natürlich, um Gruppe und Anliegen bekannt zu machen. Aufkleber werden immer mit den dahintersteckenden Gruppen assoziiert, selbst wenn sie nicht namentlich auf dem Aufkleber genannt wird – besser also, ihr überlegt vorher, welches Image ihr eigentlich haben wollt und zu welchem Anlass ihr klebt.


– Bei Aufklebern ist das Bild wichtig, weniger der Text. Nur wenn das Bild ein Eyecatcher ist, wird man lesen, was draufsteht. Und selbst dann sollte möglichst wenig draufstehen, z.B. reicht das Motto einer Anti-Nazi-Demo, Datum, Ort und Zeit völlig aus. Ihr solltet einen fiktiven Namen und Adresse als V.i.S.d.P. (Verantwortlicher im Sinne des Presserechts) auf die Sticker drucken. Legal wird das Verkleben damit nicht, aber es gibt nicht noch extra Probleme.
– Achtet darauf, dass die Helligkeit abgestuft und sowohl das Bild als auch die Schrift noch gut erkennbar sind – am besten ihr fragt dort, wo ihr die Sticker drucken lassen wollt nach, ob die Qualität gut genug ist. Weitere Tipps zum Layout findet ihr hier: www.disyouth.net/store/sdanleitung.shtml
– Bestellen kann man Aufkleber prinzipiell überall, am besten aber über linke Druckereiprojekte wie Disgusted Youth (www.disyouth.net/store/sdinfos.shtml). Dort gibt es dann eine Menge Formate zur Auswahl – A7 oder A6 sind am ehesten die Standardgrößen für Aufkleber.
– Mengen (und demzufolge Preise) sind natürlich total unterschiedlich – wenn ihr einen Aufkleber für eine konkrete Aktion drucken wollt, müsst ihr natürlich weniger nehmen, als wenn ihr einen Universal-Sticker gegen Nazis haben möchtet. Als grober Richtwert: Für konkrete Aktionen kann man ruhig erst mal mit 2000 Stück anfangen und bestenfalls nachbestellen. Für längerfristige Sache könnt ihr auch 4000 nehmen – halt je nachdem, wie viele von euch auf lange Sicht begeistert kleben gehen. Als Preisbeispiel: 2000 A8 Sticker gibt es bei obigem Versand ab 29,-€, 2000 A7 Sticker ab 52,-€.
– Man muss nicht immer alles selber machen: Bei Disgusted Youth, Red Stuff oder Schwarze Socke gibt es eine breite Auswahl an Aufklebermotiven.
Aber auch auf fast jedem Antifa-Konzert, in jedem linken Club oder bei einzelnen Gruppen könnt ihr nachfragen und fündig werden.
– Zu Stencils: Ist als Do it Youself-Variante natürlich besser als Aufkleber, weil kostenlos. Dafür dauert es auch länger, zu sprühen, als zu eben im Vorbeigehen zu kleben. Und Aufkleber kann man in dem Fall, dass man erwischt wird, schnell wieder wegkratzen – Graffiti eben nicht. Sprühschablonen herstellen ist relativ einfach: Motiv überlegen, ausdrucken und auf 2-3mm dicken Karton kleben – am besten mit Klebestift, weil das Papier sonst reißt. Der Karton sollte nicht dicker sein, sonst habt ihr Probleme beim Ausschneiden. Anschließend mit einem möglichst scharfen Teppichmesser euer Motiv ausschneiden, darum ca. 3 cm Rand lassen, damit die Schablone stabil bleibt. Für schöne Schablonen übrigens einfach mal googlen…
– Plakate: Bei der Herstellung gilt im Wesentlichen dasselbe, was auch für Aufkleber gilt. Beim Kleben solltet ihr mit mehreren Leuten und möglichst im Dunkeln unterwegs sein. Optimal sind vier Leute, damit zwei kleben und zwei aufpassen können – dabei nicht nur auf die Straße, sondern auch auf Hausfenster achten, aus denen neugierige Omas gucken! Beim Kleben eine Fläche einpinseln, die etwas größer ist, als das Plakat, und anschließend nochmal kräftig drüber pinseln.