Transparente sind ein relativ kostengünstiges Mittel, um auf eure politischen Positionen und Forderungen aufmerksam zu machen. Auf Demos und Kundgebungen schützen sie zudem vor lästigen Fotografen und verhindern, dass Bullen in den Demozug reinkommen.
Bevor ihr mit der Produktion beginnt, müsst Ihr euch natürlich überlegen, welches Motiv und welche Parole auf eurem Transparent zu sehen sein soll. Dabei ist es wichtig, dass die Aussage auch für Außenstehende verständlich ist und zum Anlass der Demonstration/Kundgebung passt. Bei einer Demo gegen Polizeigewalt ist es beispielsweise nicht unbedingt sinnvoll, den Nahostkonflikt zu thematisieren, da es für Außenstehende dadurch noch schwieriger wird, das Anliegen der Demonstranten zu verstehen. Das Transparent sollte gut lesbar und nicht mit zu vielen Bildern und Parolen überladen sein.
Für die Herstellung benötigt man zunächst einen einfarbigen Stoff. Dieser kann billig und dünn sein, bestimmte Anforderungen an das Material gibt es nicht. Günstigen Stoff gibt es in größeren Kauf- oder Einrichtungshäusern wie Karstadt oder IKEA. Stoffgeschäfte sind normalerweise teurer. Alternativ kann man auch ein Betttuch verwenden. Das Transparent und somit auch der Stoff sollten ca. 1,50 Meter hoch sein. Die Breite kann je nach euren Bedürfnissen variieren. Ihr solltet allerdings beachten, dass es auf angemeldeten Demos häufig polizeiliche Auflagen gibt, die besagen, dass Transparente höchstens zweieinhalb Meter breit sein dürfen.

Darüber hinaus braucht ihr natürlich Farben, die ihr am besten im Baumarkt kaufen könnt. Besonders bewährt hat sich Vollton- bzw. Abtönfarbe. Das wichtigste ist aber, dass die verwendete Farbe für Außenflächen geeignet ist, damit sie im Regen nicht verläuft.

Wenn das Transparent einigermaßen professionell aussehen soll, empfiehlt es sich, am Computer eine Vorlage zu erstellen, die man dann entweder auf Folie druckt und auf einen Overheadprojektor legt oder direkt mit einem Beamer auf den Transparentstoff projiziert, den man vorher mit stabilem Klebeband oder Nägeln an einer Wand befestigt hat. Dann zeichnet man die Konturen der Schrift und des Motivs mit einem Bleistift auf dem Transparent ein. Anschließend nimmt man es von der Wand ab, legt es auf den Boden und malt Schrift und Motive möglichst sorgfältig aus. Vorher unbedingt Zeitungspapier oder einen alten Teppich drunter legen, da sich die Farbe durchdrückt. Anschließend die Farbe trocknen lassen und nach Möglichkeit an den Rändern noch einmal umnähen oder „umtackern“, damit der Stoff nicht so stark ausfranzt.

Wenn ihr viele Transparente braucht, weil ihr sie zum Beispiel an verschiedenen Brücken in der Stadt aufhängen wollt, lohnt es sich oft nicht, so viel Arbeit zu investieren. Eine Alternative besteht dann darin, die Transparente freihändig (also ohne Vorlage) zu malen oder mit Sprühdosen zu gestalten. Das geht wesentlich schneller, sieht aber – je nachdem wie ausgeprägt euer künstlerisches Talent ist – oft auch nicht so professionell aus.